Traumasensible Begleitung

Trauma bedeutet auf deutsch übersetzt „Wunde

Was genau wird verwundet?
Es ist das urmenschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Verbundenheit, das verletzt wird.
Wir Menschen sind soziale Wesen und von unserem inneren Kern darauf ausgerichtet miteinander in Verbindung zu treten und in Gemeinschaft zu leben.
Wenn diese Verbundenheit nicht gefördert wird oder vielleicht gar gestört oder zerrissen, dann entsteht in unserem autonomen Nervensystem Hochstress. Solange dieser enorme Stress im Körper nicht verarbeitet wird, spüren wir diesen Schmerz des Alleinseins, der Isolation, des Ungeliebt seins. Die Wunde sitzt so tief im Inneren von uns Menschen, weil es uns im Kern trifft.

Wie entsteht ein Trauma?
Ein Trauma zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Situation oder einen längeren Zeitraum gab, in dem etwas geschehen ist, dass eine Überforderung dargestellt hat. Man hat keine eigene Möglichkeit gesehen oder war noch zu jung, um mit dieser Überforderung zurechtzukommen. Wir Menschen erleben uns dann in Gefühlen der Ohnmacht, Hilflosigkeit oder des Ausgeliefertseins. Wenn die in jedem Menschen von Natur aus angelegten Rettungsstrategien von Flucht, Kampf, Unterwerfung oder Totstellen nicht wieder zur Herstellung von Sicherheit und Verbindung führen, kann es zu Traumafolgen kommen.

Kann ein Trauma geheilt werden?
Die Heilung eines Traumas besteht darin zu verstehen, welche Wirkung das Geschehene auf einen hat und wie man damit umgeht. Versucht man zu verdrängen? Wird man hart und kalt? Verbiegt man sich selber, um dem Umfeld gerecht zu werden? Oder sind es ganz andere Strategien, die sich entwickelt haben?
Das Verständnis für sich selber ist der Weg, um den Hochstress verarbeiten zu können und um die eigenen Wesenszüge wieder ans Tageslicht zu bringen. Die inneren Bedürfnisse wieder zu spüren und zu leben, bringt die Stabilität und Verbindung nach der die Sehnsucht so groß ist.

Wie funktioniert die traumasensible Begleitung?
In 90-minütigen Einheiten wird der aktuelle Zustand angeschaut.
Das Hauptaugenmerk liegt auf den Blockaden, die heute vorhanden sind und den Stärken, die eventuell noch nicht entdeckt wurden.
Mein Anliegen ist es zu helfen ein Verständnis für sich selber aufzubauen. Herauszufinden warum Reaktionen so ablaufen wie sie es tun und was es braucht, um heute wieder ein Gefühl der Sicherheit und Verbundenheit zu fühlen.
Es ist möglich von den traumatischen Erlebnissen zu berichten, es ist aber keine Voraussetzung. Manchmal ist auch nur ein diffuses Gefühl da, das man gar keinem Geschehen zuordnen kann.

Um den heutigen Zustand verstehen zu können, wende ich verschiedene Methoden an:
Bei der Psychoedukation geht es darum, Informationen zu geben, wie das autonome Nervensystem aufgebaut und organisiert ist, um mit Stress umzugehen. Zusätzlich geht es darum die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie darauf Einfluss genommen werden kann.
Die Ressourcenarbeit ermöglicht uns herauszufinden wo Kraftquellen sind, die im Alltag stärken können.
Durch die Erforschung von inneren Anteilen besteht die Chance ein klareres Bild davon zu bekommen welche Persönlichkeitsaspekte noch abgespalten oder verletzt sind. Diesen kann dann sanft begegnet werden, um sie wieder zu integrieren. So bekommen sie ihre lang ersehnte Aufmerksamkeit und ihren Platz wieder.
Die Erkundung von inneren Bildern in Imaginationsreisen ist eine wundervolle Art innere Helfer aufzuspüren und Kraft zu schöpfen.

Die traumasensible Begleitung ist eine sanfte Art zu arbeiten.
Du bist herzlich Willkommen ♥